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Geschichte - Bücher

Geschichte

Kempenich im Wandel der Zeit
Aus der Vor- und Frühgeschichte im Kempenicher Raum sind nur wenige Spuren erhalten geblieben. Die ältesten Zeitzeugnisse fanden sich Distrikt Hundswinkel, etwa 1 km in nordöstlicher Richtung vom heutigen Ortskern entfernt, die darauf schliessen lassen, dass Kempenich ursprünglich eine keltische Siedlung war. Seinen wohlklingenden Namen verdankt Kempenich den Römern. Er geht entweder auf das römische "Campus" zurück, was Feld bedeutet oder auf das Feld des "Campinius", eines römischen Landmannes. Noch heute kann man Überreste eines römischen Gehöfts finden. Erstmals urkundlich erwähnt wird Kempenich im Jahre 1093. Richwin von Kempenich wird in der Stiftungsurkunde des Klosters Maria Laach als Zeuge genannt.

In Kempenich haben im Laufe der Geschichte zwei Burgen bestanden. Eine ältere Anlage befand sich im Kreuzwäldchen. Auf ihren Grundmauern wurde die Kapelle zur "Schmerzhaften Muttergottes" gebaut. Eine neue und einstmals stattliche Ritterburg wurden auf den Anhöhen des Burgberges errichtet. Hier herrschten verschiedene Adelsgeschlechter, zuletzt die Linie Eltz-Kempenich.

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Sagen - Erzählungen - Anekdoten

Viele Sagen und Erzählungen sind uns erhalten geblieben. Sie berichten von bizarren und denkwürdigen Ereignissen längst vergangener Jahrhunderte. Die Legenden ringen sich oft um die Burg Kempenich und handeln von mutigen Männern und Frauen.

Der in Kempenich ansässige Manfred Becker hat solche überlieferten Geschichten und Erinnerungen aufgeschrieben. Wer sich dafür interessiert, findet im Archiv des Heimatjahrbuches des Kreises Ahrweiler eine Menge Material. Im Web findet man sie im Heimatarchiv des Kreises Ahrweiler, wenn man bei der Autorenauswahl "Manfred Becker" eingibt. Auch von anderen Autoren lassen sich dort Beiträge über Kempenich finden.

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Zwischen Hoher Acht und Laacher See

Buch Zwischen Hoher Acht und Laacher SeeAus der Geschichte des Kempenicher Ländchens! In diesem Buch haben die Heimatfreunde e.V. (externer Link)  Kempenich die Vergangenheit von Kempenich teilweise wieder ans Tageslicht geholt.

Begonnen wird bei frühesten Siedlungsfunden, um die Geschichte, Bräuche, Sagen und Anekdoten bis in die Gegenwart weiter zu verfolgen. Mit 656 Seiten und interessanten Bildern eigentlich ein Muss für jeden ein wenig historisch interessierten Kempenicher.

 

Kaufpreis: 25,50 €

Heimatfreunde Kempenich
Oliver Schüller
Tel.: 02655 941 196

Das Kempenicher Heimatlied

1) Wo der Berge Wellen steigen hin bis zu der Hohen Acht,
wo des Laacher See´es Auge blauend dir entgegen lacht,
ist die Heimat mein gelegen. Heimatland wie lieb ich dich!
Dich, du kleines Eifeldörflein, dich, mein liebes Kempenich!
Dich, du kleines Eifeldörflein, dich, mein liebes Kempenich!

2) Führt mein weg mich in die Ferne, denk ich dein mit treuem Sinn.
Und ein immerwährend Sehnen zieht mich nach der Heimat hin.
Windeswehen, Waldesrauschen, Heideglanz und Vogelsang
Schwingen fort durch meine Träume, einen sich zum Heimatklang,
schwingen fort durch meine Träume, einen sich zum Heimatklang.

3) Deines Tales lausch´ge Buchten, deiner Wälder dunkles Gründ,
deiner Berge hohe Fluchten, deines Bächleins sanftes Ziehn,
meiner traumverlor´nen Jugend Weggenossen sonder Zahl,
seid gegrüßt mir, traute Bilder! Seid gegrüßt mit tausendmal!
Seid gegrüßt mir, traute Bilder! Seid gegrüßt mir tausendmal!

4) Kehr ich aus der Ferne wieder, schau die Berge und den See
und am Hang die bunten Felder, roter Mohn und grüner Klee.
Ach, dann kann ich´s nicht erwarten, bis die Wege wenden sich
hin zu meiner Heimat Fluren, hin zu dir, mein Kempenich!
Hin zu meiner Heimat Fluren, hin zu Dir, mein Kempenich!


Text: Rudolf Boos
Melodie: Stefan Knechtges, 1932

Altes Gedicht vom Dorf Kempenich aus dem Jahre 1854

(verfaßt von Jakob Noe (geb. 1824), Forst- und Waldhüter in Kempenich)

In einem malerisch schmucken Tale liegt ein Flecken prächtig schön, bewunderungsvoll ist seine Lage, die mancher staunend hat gesehn.
Kempenich ist´s wovon es heißt, wie man diese Gegend preist.
Grüne Wälder, bunte Felder, sind des Fleckens Zier und Zaun.
Auch erfreut sich mancher Fremde, unserer Burg und Lindenbaums,
ja, tausend Jahre hat dieser Baum Sturm und Wetter und Wind geschaut.
Wie beneidenswert ist diese Gegend, wahrlich ist´s ein Paradies,
doch Touristen nicht verzagen,
noch keine Bahn euch hin kann fahren.
Schaurig alt ist unsere Kirche, die gebaut von Römerhand,
drinnen ruhen in alten Winkeln Leichen aus dem Adelsstand.
Doch manchmal muß man sich begnügen,
Sonntags keinen Platz zu kriegen,
aber die auch nicht verzagen,
denn auf der Kirchtrepp sitzt man mit Behagen.
Auf der Pump (Marktplatz) wird diskutiert,
was im Dorf und Land passiert.
Schlägt die Kirchuhr zwölfmal,
geht man Nachhause zum Sonntagsmahl.

(überliefert von Enkelin Kätchen Anneiler, geb. Hartung)