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28.01.2020 Aufarbeitung der Kempenicher Ortsgeschichte  

Das nächste Treffen des Arbeitskreises „Kempenicher Ortsgeschichte“ findet am

Dienstag, 28. Januar 2020 um 18.00 Uhr im Gasthof Bergweiler

statt.

 

Angrenzend an den Markt führt der Weg uns in der nächsten Versammlung zum Entenpfuhl. Im Volksmund nennt man die Straße auch „Suppengasse“. Im Mittelalter war dort ein Sumpfgelände bis hin zu den Leywiesen. Deshalb auch der Name Entenpfuhl. Im 14. Jahrhundert wollte der damalige Burgherr Simon von Kempenich das Sumpfgebiet trocken legen und verlangte hierfür von den Bürgern jedes Jahr an Sankt Martin einen Silberpfennig. In dieser Zeit entstand die Heimatsage vom „Pfennigsbur“. Die „Suppengasse“ als Wohnstraße dürfte erst nach dem großen Brand von 1661 entstanden sein. Mit Pflaster befestigt wurde der Entenpfuhl 1906/1907 für 2484,71 Goldmark. Zwischen 1960 u. 1970 erhielt die Straße dann eine Teerdecke. Der in der Nähe der Leyberghalle wiederaufgebaute Brunnen „Schmitzbohr“ weist auf die frühere Wasserversorgung hin. Der Brunnen lag früher allerdings weiter östlich im Bereich des heutigen Anwesens Adams.

Die Bewohner im Entenpfuhl hatten, neben den Berufsbezeichnungen wie „Schmette“, auch andere interessante Namen. Von Schlau, über Fritzehannes, Schautte Dahm, Graf Schlendrian, Manspolse, Porzejennes bis zu Durte gibt es Spannendes zu berichten. Interessierte Bürgerinnen/Bürger sind wie immer herzlich willkommen.